Freitag, 7. Dezember 2012

7 *24* Bratapfel


Ein ganz besonderes Dessert, der Duft und später beim genießen, das köstliche Zusammenspiel des Apfelaromas mit den Weihnachtsgewürzen. Wenn der Bratapfel im Ofen vor sich hin backt, riecht es nach Weihnachten. Je nach Rezept mal mehr nach Zimt oder mehr nach Ingwer aber immer liegt ein appetitlicher Wohlgeruch in der Luft.

 


Bratapfel Gedicht



Die drei schönsten von der Hürde
Nimm, so hebt das Braten an,
Apfelbraten nach der Würde:
Kaiser, König, Edelmann.

Steck die gelben in die Röhre,
Gib dem Ofen den zur Hut -
Wenn ich Windessausen höre, schmeckt November noch so gut.

Jetzt gewartet.
Underdessen, magst du in die Wolken sehn;
Freilich sollst du nicht vergessen,
Ein- und zweimal umzudrehn.

Bräunt das Goldne, schmilzt das Weiße?
Und was funkelt rot mich an?
Welcher ists, der Kaiser heiße, König wer und Edelmann?

Nur ein Weilchen noch, ihr Lieben
Fleißigen da habt ihr scheints
Beide Tafeln schön beschrieben,
Zweimalzwei und Einmaleins.

Hier am Westchen hundert Maschen
Ernsthaft rechts und links gestrickt.
Wohl doch jetzt bei seit die Taschen, her zum Ofen, hingeblickt!

Seht ihrs nicht mit Mund und Händen?
Duftets nicht in Aug und Ohr?
Wie, dass wir den Zauber fänden, heimlich hier im Zauberrohr?

Wie, dass man im Zubereiten, eine Winterabendwelt.
Alle Tag- und Jahreszeiten
unversehns in Händen hält.

Heißer Saft will niederträufeln, und wer soll nun Kaiser sein?
Auch noch Zucker willst du häufeln?


Nimm den Apfel, er ist dein!

(Albrecht Goes 1908-2000, deutscher Schriftsteller)






Im Regionalmarkt-Lädchen verkaufe ich Schokoladennudeln,

wie schön sagen die Kurgäste.




Kommt gesund durch den Tag und ich wünsche Euch alles Gute (())