Freitag, 1. Juni 2012

Eine Region stellt sich vor


Waldeck-Frankenberg entstand am 1. Januar 1974 aus dem Zusammenschluss der Altkreise Waldeck und Frankenberg.

Die Geschichte Waldecks beginnt im Jahre 1180 mit der Inbesitznahme der Burg Waldeck durch die Grafen von Schwalenberg, die sich später Grafen von Waldeck nannten. Nach den Wirren des Dreißigjährigen Krieges wurde Waldecks Unabhängigkeit im Westfälischen Frieden von 1648 manifestiert, 1711 wurde Waldeck Fürstentum. 1878 unterstellte das Fürstentum die Verwaltung größtenteils Preußen, ohne jedoch seine Selbständigkeit aufzugeben. Nach dem 1. Weltkrieg wurde Waldeck Freistaat, bis am 1. April 1929 der Anschluss an Preußen und die Zuordnung zum Regierungsbezirk Kassel erfolgten. Am 1. Februar 1942 entstand durch Zusammenfassung der Kreise des Eisenbergs, Sitz Korbach, der Eder, Sitz Bad Wildungen, und der Twiste, Sitz Arolsen, der Landkreis Waldeck.

Der Frankenberger Raum war seit dem 12. Jahrhundert Objekt ständiger Fehden zwischen den Landgrafen von Hessen-Thüringen und dem Erzbistum Mainz. 1240 gründete der hessische Landgraf die Stadt Frankenberg, die sich aufgrund ihrer geographischen Lage an den Handelsstraßen Frankfurt-Bremen und Köln-Siegen schnell zu einer blühenden Stadt entwickelte. Im Dreißigjährigen Krieg suchten vor allem französische und schwedische Truppen das Frankenberger Land heim; die Bevölkerungsverluste waren erheblich.

Am 29. Juni 1821 wurde aus den Ämtern Frankenberg, Rosenthal, Haina, Hessenstein und dem Gericht Viermünden der Landkreis Frankenberg gebildet. 1867 erfolgte die Eingliederung des Amtes Vöhl, 1932 schloss sich das Amt Battenberg an.

Seinen heutigen Zuschnitt erhielt der Landkreis Waldeck-Frankenberg im Rahmen der gebietlichen Neugliederung auf Landkreisebene in Hessen (in den Jahren 1972 bis 1977). Auf gemeindlicher Ebene hat die Territorialreform die Zahl von einst 189 Kommunen auf die heutigen 22 Städte und Gemeinden verringert.